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Briefkorpus

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… , den 5. Juni 1941.

Meine liebe, kleine [Ella]!

Herzlichen Dank für Deinen lieben Brief. Habe mich wieder sehr gefreut. Bei dem Maikäfergreifen wäre ich gern dabei gewesen. Wie war es denn im Elbestädtchen?

Ich bin jetzt wieder soweit mobil, daß ich wohl morgen die Krankenstube verlassen kann. Dieses Herumliegen ist ja schrecklich.

Jetzt etwas anderes. Es laufen hier wieder Gerüchte herum, daß unsere Reise wieder weitergehen soll. Wohin weiß ich nicht. Ist ja auch nebensächlich. Nun bin ich auf den Gedanken gekommen, unsere Post zu nummerieren. Am besten, glaube ich, ist es, ich nehme in meinem Taschenbuch eine freie Seite. Schreibe rechts und links am Rand die Zahlen runter von 1 bis 20 meinetwegen. Ach wozu die ganze Rederei. Ich mach Dir so ein Blatt fertig, und leg es bei. Ob Du damit einferstanden [sic] bist oder nicht, oder Du meine Ansicht teilst ist ja eine zweite Sache. Denn sieh mal [Ella] es sind ja schon soviel Kammeraden [sic] in südlichen Gegenden. Wer sagt uns dann, daß wir nicht auch mal hinkommen: Und zu holzen gibt es da doch auch noch genug. Kleinholz machen meine ich. Dann ist es jetzt immerhin möglich daß die Post, wenn sie jetzt schon acht Tage läuft; leicht ihre 14 Tage 3 Wochen unterwegs ist.

Herzliche Grüße, und noch son bischen [sic] – sendet Dir in alter Frische

Dein [Albert]

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Autor Albert Müller
Korrespondenz Lohbrügge
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Über den Autor

Albert Müller

Albert Müller wurde 1919 geboren. Seine Familie kam aus Escheburg in Schleswig-Holstein. Auch in anderen schleswig-holsteinischen Orten hatte er Verwandtschaft. In seinen Briefen machte Albert Müller oft Andeutungen, dass es Geheimnisse bezüglich seiner Eltern gebe, die er erst später preisgeben

Über die Korrespondenz

Lohbrügge

Fotografie einer handgeschriebenen Liste mit Zahlen, aus dem Konvolut Lohbrügge, die Briefdaten sortiert.

Der Briefwechsel von Ella und Albert Müller befindet sich im Archiv des Kultur- und Geschichtskontors in Hamburg-Bergedorf. Erhalten sind fast 900 Briefe und Postkarten. Gesammelt wurden sie von Ella Müller, die Briefe von ihrem Ehemann, aber auch von Familienangehörigen aufbewahrte, zum Teil

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