Im Osten, am 14. Juni 1942
Liebe kleine süße [Ella]!
Du! ich hab mich ja so zu der kleinen Telefonistin gefreut. Die werd ich einrahmen und neben Dir [sic] hängen. Denn hab ich sie immer vor Augen. Dann seid Ihr beide die ersten die ich, und was ich überhaupt morgens beim Erwachen sehe. Ach [Ella]chen, ich könnt ja Dummheiten machen, ich glaub mir geht’s zu gut, mir prickelt der Hafer!!! Junge, laß mir blos [sic] erst und auf Urlaub kommen, da ist aber was los. Was soll ich Dir blos [sic] schreiben?ers
Das Wetter ist prima, Stimmung: (!) muß. Gott sei Dank, wir haben noch einige Flaschen Likör. Andere fahren auf Urlaub, wir werden Horst-Wessel-Urlaub nehmen!Scheiße!!!!
Gruß und Kuß, ach soviel wie Du haben willst –
Dein [Albert].
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Albert Müller
Albert Müller wurde 1919 geboren. Seine Familie kam aus Escheburg in Schleswig-Holstein. Auch in anderen schleswig-holsteinischen Orten hatte er Verwandtschaft. In seinen Briefen machte Albert Müller oft Andeutungen, dass es Geheimnisse bezüglich seiner Eltern gebe, die er erst später preisgeben
Lohbrügge
Der Briefwechsel von Ella und Albert Müller befindet sich im Archiv des Kultur- und Geschichtskontors in Hamburg-Bergedorf. Erhalten sind fast 900 Briefe und Postkarten. Gesammelt wurden sie von Ella Müller, die Briefe von ihrem Ehemann, aber auch von Familienangehörigen aufbewahrte, zum Teil