Hbg. - Neueng., d. 19.X.40.
Mein lieber [Heinrich]!
Und jetzt ist morgens. Ein paar Minuten habe ich noch Zeit, dann muß ich losfahren. Ein halber Tag liegt heute vor uns im Geschäft. Da freut man sich immer. Die ganze Nacht durch ist heute fast geschossen worden. Im Keller waren wir nicht, obgleich es zeitweise ziemlich heftig war. Aber schlafen kann man ja doch nicht. – Gestern nachmittag erhielt ich Deinen Brief Nr. 13 vom 11.X. Der hat zur Abwechslung einmal wieder 7 Tage gebraucht, während die anderen in 5 Tagen übergekommen sind. Ich habe mich sehr gefreut zu deinem so langen Brief. Der Pastor hat mich gestern nachmittag besucht, ich soll Dir einen schönen Gruß bestellen.
Herzliche Grüße
Deine [Hannelore]
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Hannelore Wilmers
Hannelore Wilmers, geb. Baumann, wurde 1917 geboren, sie lebte bis 1999. Sie war Tochter eines Lehrers und seiner Frau in Neuengamme. Ihr jüngerer Bruder war bei der SS. Hannelore Wilmers besuchte das Luisen-Gymnasium in Hamburg-Bergedorf. Dann arbeitete sie in einer Motorenfabrik als
Neuengamme
Die Briefe von Hannelore und Heinrich Wilmers befinden sich im Archiv des Kultur- und Geschichtskontors in Hamburg-Bergedorf. Über 1600 Briefe und Karten wurden von den Autoren nummeriert, sortiert und sorgfältig zu je 100 Stück gebündelt aufbewahrt. Die von Hannelore Wilmers verwahrte Feldpost