62.
25.XII.40.
16.I.41 [*]
Meine liebe [Hannelore]!
Zwischen 61 und 62 habe ich Deinen Brief (57) bekommen. Ich wollte ihn schon gestern abend gehabt haben, aber Du weißt ja, unser Postwunsch geht bei weitem nicht immer in Erfüllung. Du schreibst von dem Erhalt meines Päckchens. Soweit ich mich erinnere, enthielt es wenig Weihnachtsbescherung, doch ich vermochte Dir nicht eine solche Mannigfaltigkeit an Sachen zu schicken und zu schenken wie Du es mir getan hast. Die Vase stellt auch nur einen Erinnerungswert da [sic], falls sie heil angekommen ist. Zu Neujahr wirst Du wohl diese Päckchen noch nicht haben. Ich weiß gar nicht, ob die jeweilige Beifügung Dir etwas Besonderes ist. Guten Appetit!
Herzliche Grüße.
Dein [Heinrich].
[* = andere Handschrift, wohl notiertes Empfangsdatum]
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Heinrich Wilmers
Heinrich Wilmers wurde 1907 geboren. Seine Eltern waren Bauern in Niedersachsen. Er und seine Geschwister waren sehr in die Arbeit auf dem Hof eingebunden. Er hatte zwei Schwestern und drei Brüder, die ebenfalls zur Wehrmacht eingezogen waren. Ein Bruder fiel 1944. Heinrich Wilmers war Lehrer, erst
Neuengamme
Die Briefe von Hannelore und Heinrich Wilmers befinden sich im Archiv des Kultur- und Geschichtskontors in Hamburg-Bergedorf. Über 1600 Briefe und Karten wurden von den Autoren nummeriert, sortiert und sorgfältig zu je 100 Stück gebündelt aufbewahrt. Die von Hannelore Wilmers verwahrte Feldpost