64.
26.XII.40.
16.I.40 [*]
Meine liebe [Hannelore]!
Dies ist nun vorläufig das letzte Päckchen der angekündigten Serie. Ich hoffe, daß ich Dir damit nicht zu stark saure Arbeit aufhalse. Andererseits hast Du mir häufig beteuert, daß Du gerne handarbeitest. Ich wünsche, daß Du viel Spaß und Freude an der Wolle hast.
Weihnachten habe ich nun bald überstanden. Der Magen konnte gut gefüllt werden, ist aber nicht überladen worden. Schwips habe ich mir auch nicht angetrunken, um einen evt. Moralischen zu beseitigen. Der Dienst in diesen Tagen war nicht erheblich, aber nun geht es bald wieder stärker ins Geschirr.
Herzliche Grüße
Gute Nacht!
Dein [Heinrich].
[* = andere Handschrift, wohl notiertes Empfangsdatum]
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Heinrich Wilmers
Heinrich Wilmers wurde 1907 geboren. Seine Eltern waren Bauern in Niedersachsen. Er und seine Geschwister waren sehr in die Arbeit auf dem Hof eingebunden. Er hatte zwei Schwestern und drei Brüder, die ebenfalls zur Wehrmacht eingezogen waren. Ein Bruder fiel 1944. Heinrich Wilmers war Lehrer, erst
Neuengamme
Die Briefe von Hannelore und Heinrich Wilmers befinden sich im Archiv des Kultur- und Geschichtskontors in Hamburg-Bergedorf. Über 1600 Briefe und Karten wurden von den Autoren nummeriert, sortiert und sorgfältig zu je 100 Stück gebündelt aufbewahrt. Die von Hannelore Wilmers verwahrte Feldpost