Ella Müller

Ella Müller, geb. Schumann, wurde 1921 geboren. Ihre Eltern hatten in Lohbrügge einen Selbstversorgerhof mit Kleintierhaltung, vertrieben ihre Produkte in einem kleinen Laden und auf dem Großmarkt. Sie hatte einen Bruder, der auch Soldat bei der Wehrmacht war. Sie war sehr eingebunden in den Betrieb ihrer Eltern, zudem verdiente sie Geld mit Schneidern und Spinnen.

Ella Müller war Luftschutzhelferin und spielte in einer Mannschaft Korbball. Sie traf sich gern mit Freundinnen und Freunden, ging gerne aus. Nachdem sie ihren späteren Ehemann Albert Müller kennenlernte, bemühte sie sich um einen guten Kontakt zu seiner Familie. Über ihr Leben nach dem Krieg und wann sie verstarb, ist nichts bekannt.

Es wurden insgesamt 68 Ergebnisse zu dieser Auswahl gefunden.
... ich bin ganz traurig es war von Dir in der ganzen Zeit kein liebes Wort gekommen ...
... irdendwoh an der Ostsee ... soll ich lieber hier bleiben in solcher Zeit ...
... raus ist mein Bruder aus heiklen Ecke, ... ich glaub es ist doch schlimmer wie er angibt, das beste ist, man überzeugt sich einmal selbst, die Briefe kommen mir immer so verschleiert vor.
... da rennst Du in Dein eigenes Unglück und dann Infanterie wenn ich das Wort höre, könn ich mich hin setzen und weinen.
... doch der Mensch denkt Gott lenkt, und wer weiß wo Du Weinachten bist.
Du ich möcht einen Luftsprung machen, so freu ich mich, Du mußt nun aber auch Wort halten, und kommen, wenn es auch nicht auf die Woche stimmt, denn in solchen Sachen ist die Wehrmacht nun einmal nicht so genau, doch ich freu mich ja so, daß Du[...]
Mein Bruder hat geschrieben er ist südlich vom Ilmensee er teilweise eingeschlossen, meine Mutter ist nun so unglücklich, geahnt hab ich es ja schon lange, doch ich hab immer gehofft Sie wird es nicht erfahren, doch ich hoffe ja das auch die bald[...]
ich bin gerade in der Stadt und die Bilder sind vertig, ich werd sie also gleich ab schicken, ob ich noch zum Schreiben komme weiß ich nicht, muß noch Kuchen backen
[...] scheinbar sollte ja Dein Kamerad den Brief überbringen, doch wer weiß, wo der fest sitzt, denn der Brief kam wie immer, mit der Post [...]
Ja in Escheburg sind jetzt bald alle auf Urlaub gewesen, und nun kommst Du sicher auch bald an
Na wenn Du denn auch morgens vor fünf auf mußt, so werd ich immer daran denken, wie gut ich es doch hab, denn ich glaub in der Heimat läßt sich alles noch mal solange aus halten und von Bein ausreißen, kann auch bei mir nicht die Rede sein ...
Gestern war ich nun einmal wieder bei Gretchen, war sehr nett, der Tommi kommt auch nicht mehr, der hat sich wohl in Frankreich erst einmal ein ordentliches Fell voll geholt und für einige Zeit genug.
... wenn Du den letzten Abend zu mir gesagt hättes, jetzt mußt Du zwei Jahr auf mich warten, ehr wir uns einmal wieder sehen, ich hätt bestimmt gesagt, auf keinen Fall das halte ich nicht aus ...
Mein Bruder schickt heut seine Zulassungsmarken und er möchte dafür etwas zu essen, aber etwas feines.
Die Flieger kommen jetzt auch schon am Tag ...
Jetzt sind die Soldaten im Süden wohl zimlich fertig und im Norden geht es los ...
... ich möchte blos mal wissen, wo da das Verbot bleibt, das man nicht reisen darf. Doch Geld regiert wohl doch weiter die Welt.
In Wohltorf sollen 800 Brandbomben und 12 Sprengbomben gefallen sein ... in Hbg soll’s ja ganz schlim sein ...
... wie Tudi einmal sagte, wenn Du den Mann brauchst, hast ihn nicht, wenn ihn nicht brauchst steht er Dir immer zur Seit ... Mein Bruder hat heut auch geschrieben, Sie liegen noch dort wo Sie im Winter gelegen haben, also südlich vom Ilmensee.
Männer die zu mir passen, sind in Rußland, und da kann ich ja nun einmal nicht hin ...
... ich dachte mir sollte der Schlag treffen wie der Feldwebel mit einmal vor mir stand ...
Gretchen kommt heut auch, das arme Kind hat nichts zu essen, Sie will sich ein paar Kartoffel holen ...