Werte

Werte, Normen, Moralvorstellungen, Bewertungen und Gedanken zu (idealem) Verhalten von Menschen und Gesellschaften.

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... raus ist mein Bruder aus heiklen Ecke, ... ich glaub es ist doch schlimmer wie er angibt, das beste ist, man überzeugt sich einmal selbst, die Briefe kommen mir immer so verschleiert vor.
In Deinem Brief vom 15.9. mochtest Du ja einen Luftsprung machen können. Einfach fabelhaft wär das ja. Ich tät Dir auch einen ganz prima Bohnenkaffee kochen!
... da rennst Du in Dein eigenes Unglück und dann Infanterie wenn ich das Wort höre, könn ich mich hin setzen und weinen.
Ich hab die Nase voll, habe s mich gestern freiwillig zur Infanterie gemeldet.
... wie Tudi einmal sagte, wenn Du den Mann brauchst, hast ihn nicht, wenn ihn nicht brauchst steht er Dir immer zur Seit ... Mein Bruder hat heut auch geschrieben, Sie liegen noch dort wo Sie im Winter gelegen haben, also südlich vom Ilmensee.
Denn was uns blüht wenn wir den Krieg verlieren, sehen und haben wir tag täglich vor Augen – es ist ein Bild des Grauens –
Die Liebe, die mich beseelt, die rechtet nie. Ich habe Dich geliebt von Anbeginn, habe Dich geliebt, wie man nur einen Menschen lieben kann. Und dieses wundertiefe Erleben, es ist nie, nie mehr aus meinem Herzen fortzuwischen. Und mit aller Liebe zu[...]
Im Großen und Ganzen geht es mir sicher eben so gut wie Dir, ich bin zu Hause, hab bis heute satt zu Essen wenn ich auch nicht gerade dicker dabei werde.
Ich war heute bei Käthe, sie hatte Geburtstag, doch im vorigen Jahr hat es noch bis zum Kuchen gereicht, doch in diesem Jahr nicht mehr zum satt essen, was sind wir blos für glückliche Menschen, die noch genug haben, doch auch bei uns darf der Krieg[...]
Huch! Ist das eine Hitze heute! Schlafen kann man gar nicht zu einem Mittagsstündchen, die Stiegen sind zu hoch, wir haben unsere Netze noch nicht gespannt. Ich komm['] gleich ein bissel zu Dir, da ist es nicht so warm – und wenn es so warm wäre[...]
Du! Scheuern laß ich Dich da nicht schon wieder – oder häkeln, oder stricken. Ob wir einen Tag auch mal richtig faulenzen können? Ich trau es meinem Weiberl schon zu! Du weißt, dem trau ich doch überhaupt allerlei zu – alles, was d man dem[...]
Feierabend ist. Kurz vor sieben Uhr. Der Federhalter ist bald heißgelaufen. Das ist ein wenig übertrieben. Denn mit der Feder wird das wenigste geschrieben. Und so scharf war das Arbeitstempo am heutigen Nachmittag gar nicht, obwohl Arbeit genug[...]
Und beide, Marianne wie ihr Mann, sie stehen noch mitten im Lebenssommer. Er ist so alt wie Du. Im Januar 1908 geboren. Alles ist jäh zerstört abgebrochen. Sie standen auch erst noch im Anbeginn aller Freuden eines gemeinsamen Lebens.
Werner sagt auch, da mußt nun erst eine Reise nach Rußland machen, und Dir so ein par Splitter in den Körper jagen lassen, um nur einmal Urlaub zu kriegen, er meint er hat großes Glück gehabt, das er über haubt nach Deutschland gekommen ist.
Hätte mich doch nur hinter‘s Badetuch verkriechen können!! Aber das ging ja garnicht. Die Tür hatte ich von innen 2 mal abgeschlossen. Und das Fenster war verhängt. Weil der Rußland-Urlauber so gern herüberschaut, seit er mich kennt.
Das ist die Schwierigkeit des Strafens überhaupt in einem Amt: Daß man neben der Wirksamkeit der Strafe auch die Rechtlichkeit bedenken möchte, die Rechtlichkeit aber verlangt, daß man auch an alle möglichen Folgen denken möchte – das ist ja bis ins[...]
... es hat ja schon immer zwei sorten von Frauen gegeben ... was geht das mir an, wenn die Ihre Männer betrügen ... Mit Deinen Nummern bist wohl durch einander gekommen, doch mag nichts, fang man bei 1 wieder an, denn so weit kann man ja auch nicht[...]
Ich hab Dir nun schon so oft gebeten mir nicht zu schreiben das Du mit einem Soldaten aus gewesen bist oder von einem Post bekommen hast. Ich bin da in dieser Zeit einfach nicht für aufnahmefähig.
Karfreitag nun heute. Ich denke daran, daß wir hier auf halbem Wege zwischen Heimat und dem Schauplatz des Geschehens sind, dessen wir heute gedenken. Liegt dieses Geschehen nicht völlig am Rande der Geschichte – gehört es überhaupt zur Geschichte[...]
Laß Dir heute zuerst etwas von dem Büchlein erzählen. Es rührt an Probleme, die die Menschheit schon immer beschäftigte und wohl allzeit beschäftigen wird, die auch nie restlos gelöst werden können, die Fragen nach dem Leid und der Not in diesem[...]
Nun kann ich wieder zu Dir kommen, der Dienst ist aus. Das Abendbrot ist vorüber, die Uhr zeigt ½ 7. Und draußen ist‘s noch ganz hell, eben geht die liebe Sonne unter. Was wirst Du denn treiben, Schätzelein? Vorhin schluckte es mich so sehr. Mußt Du[...]
[…] ich hoffe ja, daß Du Dich nicht mehr darüber ärgerst, weißt doch, wie wir zu einander stehen. Denn ich bin in einer Woche schon mit drei verschiedene Gebirgsjäger aus gewesen, traurig aber wahr, […] frech war ja der Unteroffiz. von Gestern Abend[...]